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Trial Fahrtraining (Bericht oder besser "Heldinnen-Epos")

Gisela, KuK-Frischling 23.04.2016

„Wie viele Ersatzhandschuhe hast du eingepackt?“ „Trägst du Funktionswäsche?“ „Meine Schuhe sind zum Glück wasserdicht!“ Die Aussichten konnten schlechter kaum sein, aber Steph, Jutta, Myriam, Maya, Petra und ich liessen uns die Vorfreude nicht verderben und stürzen uns ins Trial-Abenteuer.

Etwas mulmig wurde uns dann aber schon, als Instruktor Marc uns zeigte, was in den nächsten 4 Stunden auf uns zukommen wird. Eine Treppe hinunterfahren!? Nie!
Zuerst mal Bikes fassen und sich damit anfreunden. Trialfahren wurde als die koordinativ anspruchsvollste Sportart auserkoren, hörten wir. K wie Koordination! Finger immer an Kupplung und Gas, Gleichgewicht finden und in engen Kurven um die Pilonen zittern. Gar nicht so einfach! Das x-mal gehörte und jahrelang eingehämmerte Mantra „Blick weit nach vorne“ mussten wir umschreiben in „Blick 2-3 Meter vor dir auf den Boden“. Auch nicht einfach.

Als nächste Übung mussten wir am steilen Hang schräg fahren – und schon lagen die ersten Kukis im Gras. Aber es waren Fortschritte zu verzeichnen! Locker bleiben und sich nicht ans Bike klammern. Eine unserer Kukis fand in ihrer Maschine leider nicht die grosse Liebe und kämpfte mit Gas, Kupplung und Frust bis zum Ende des Kurses.

Richtig anspruchsvoll wurde es das erste Mal, als es galt, das Vorderrad in die Luft zu bringen. Das kriegen wir nie hin! Nach einigen erfolglosen Versuchen und einer abgesoffenen Maschine kratzte ich meinen ganzen Mut zusammen, lehnte mich nach hinten, liess die Kupplung los, drehte kräftig am Gas – und tatsächlich! Die Fahrt auf dem Hinterrad dauerte zwar nur kurz, der Glücksmoment dafür umso länger! Auch anderen Kukis gelang das Kunststück und Freude herrschte. Beim nächsten Mal klappte es nicht so recht, ich sprang vom Gaul und dieser rollte selbständig weiter.

Nach 3 Stunden überrollten wir ohne Wimpernzucken Baumstämme (na ja, Baumstämmchen), bezwangen Steinfelder, wühlten uns durch Schotter und stürzen steile Hügel hinunter. Das Spiel mit Kupplung und Gas gelang uns immer besser und der Spass war riesig trotz schmerzender Hände und erschöpftem Körper und einigen Stürzen - zum Glück alle harmlos.

Und dann ohne Vorwarnung kam sie, die Treppe. Stairway to heaven or to hell? Petra folgte Marc ohne zu zögern, das machte dem Rest der Truppe Mut und wir ratterten allesamt die Stufen hinunter und wieder hinauf – ist ja ein Kinderspiel!   Am Ende des Kurses waren wir alle total erschöpft aber überzeugt, dass uns dieser Tag auch auf der Strasse hilfreich sein wird. Dass wir nicht in Panik verfallen, wenn das Hinterrad mal rutscht und uns die feinfühlige Bedienung der Kupplung besser gelingen wird. Einzig das K wie Kalorien kam definitiv zu kurz, denn für die Mittagspause blieb keine Zeit. Aber das lässt sich auf der nächsten Tour sicher nachholen!

Und nun die Fotos (weitere Fotos im KuKi-Bereich):

Auf sie mit Gebrüll!!!!

   
     
     

Treppe? Pff, mit links!

   

Und nun ab zum wohlverdienten Kaffee...