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Fünf Seen Tour III

Wann: Samstag 08.09.2018 10:45-17:00
Typ: kuk Blaue Tour
Ort: Grosser Parkplatz Forch und Huobstrasse Freienbach
Teilnehmer: kuk-Mitglieder, Interessentinnen

Ab 10.45: Treffpunkt auf dem grossen Parkplatz Forch.
11.00 scharf: Abfahrt vollgetankt. Es gibt keine Tanke in der Umgebung. Vollgetankt kommen.
12.00: zweiter Treffpunkt an der Huobstrasse 3, 8808 Freienbach
Ziel: Kloster Maria Hilf und Restaurant auf dem Gubel, Menzingen.

 

File:Jona - EWJR IMG 9680 ShiftN.jpgFür alle, die die Tour im Frühling verpasst haben oder wiederholen wollen: Von geschwungenen Landstrassen und verkehrsberuhigten Slalomquartierstrassen über enge, kurvige Bergsträsslein bis zu einer Schotterstrecke ist bei dieser Tour alles dabei. Aber der Reihe nach: Wir starten ab Zürich-Forch Richtung Rapperswil. Dort umfahren wir den üblichen Rapperswiler Stau in den kleinen Jonaer Quartierstrassen, die uns unter anderem am sehr schönen Elektrizitätswerk aus dem Jahr 1912 vorbeiführen. Ein paar Meter weiter zur rechten nistete im Frühling bei Rekognoszieren ein Storchenpaar auf dem Fabrikkamin der ehemaligen Baumwollspinnerei Braendlin. Nach der Querung des Seedamms - mit dem Zürichsee zur rechten und dem Obersee zur linken - geht es steil bergauf zum Etzel. Es lohnt sich, auf der Passkuppe etwas langsamer zu fahren. Erstens wegen der vielen Fussgänger und Velos, zweitens, um links einen Blick auf die Meinradskapelle zu erhaschen. Der Benediktinermönch St. Meinrad soll der Legende nach 828 einige Jahre als Einsiedler auf dem Etzel gelebt haben, bevor er ins zukünftige Einsiedeln weiterzog, wo heute auf seiner Klause das riesige Kloster steht.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/77/Teufelsbr%C3%BCcke1SZ.JPG/320px-Teufelsbr%C3%BCcke1SZ.JPGSteil bergab geht es nun über die Tüfelsbrugg über die Sihl. Die gedeckte Brücke aus Sandsteinquadern bezeugt die frühere Bedeutung des Etzelpasses als Saum- und Pilgerweg Konstanz-Einsiedeln vom 12. Jahrhundert bis zum Bau der Eisenbahnverbindung nach Einsiedeln 1877. Das Haus vor der Brücke gilt als Geburtshaus des berühmten Arztes Paracelsus (1493-1541). Genau genommen lag sein Geburtshaus weiter oben und steht heute nicht mehr. Und der Tüfel hat bei dieser Brugg der Tiger im Frühling die eine Batteriepolkappe durchgeschmürzelt - das liess sich dann glücklicherweise mit einem Schraubenschlüssel beheben. Etwa einen Kilometer nach der Brücke geht es links ab Richtung Egg zu einer wohltuenden Schotterschüttelmassage. Nach der Staumauer des Sihlsees steuern wir den Raten an, fahren dem Aegerisee entlang und biegen rechts ab Richtung Gubel.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/c5/Gubel_Kloster02.jpg/320px-Gubel_Kloster02.jpgErstmal gibts nun Stärkung im Restaurant Gubel mit Aussicht übers Mittelland. Doch wo befinden wir uns hier überhaupt? Am Gubel entschied sich der zweite Kappelerkrieg. Zwingli fiel am 11. Oktober 1531 in der ersten Schlacht bei Kappel, auf dem Gubel gaben die katholischen Orte dreizehn Tage später dem reformierten Heer den Rest. Das Deckengemälde in der Klosterkapelle erinnert an die Schlacht. In seltsamem Kontrast zum Kapuzinerinnenkloster Maria Hilf und zur friedlichen Aussicht hat der Gubel noch weitere militärische Bezüge, die wir vor Ort entdecken werden.

Nach der verdienten Rast gehts weiter über zT. sehr kleine Strässchen nach Finstersee, zum Hüttensee und via Horgenerberg nach Horgen zur Fähre und damit zum Tourende.

Organisiert von Jutta & Myriam

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