, LF

Dem Wetter getrotzt: mit Herz und Tempo auf wunderbaren Routen die Kurven in den Vogesen und im Schwarzwald genossen

Für die Vogesentour am Freitag trafen wir KuK Frauen bis Donnerstag Abend im gemütlichen Gasthof Belchen-Multen ein. Einige schafften es vor dem angekündeten Starkregen, ein paar andere knapp und Myriam die arme, erlebte den gesamten Wolkenbruch. Das freundliche Gasthofteam leerte deren Carport kurzerhand, so dass unsere Motorräder eine trockene und sturmsichere Nacht verbringen konnten.
Trotz aller Vorsicht, gab es des Morgens doch einen Defekt. Barbaras Seitenständer-Rückzugsfeder sprang aus ihrer Funktion und die Feder war zunächst auch nicht auffindbar. Frau fand sie nach einer Weile des Suchens doch noch und der Reperaturversuch begann (u.a. bäuchlings am Boden liegend). In der Schnelle ein eher schwieriges Unterfangen. Kreativ, fixierte Barbara den Seitenständer behelfsmässig mit einem Draht und das Mechen wurde auf den Abend verschoben. Den Zentralständer gab’s glücklicherweise ja noch für den Tourentag.
Die Fahrt in Richtung Vogesen konnte starten.
Mirjam führte die Tour. Zunächst gings schlängelnd den Schwarzwald rauf und runter und der Fahrspass begann. Dann schluckte die Rheinebene De/Fr einiges an Zeit. Das im Vorfeld reservierte Restaurant in den Vogesen mochte leider nicht auf unsere verspätete Ankunft warten und auch sonst war weit und breit kein offenes zu finden. Beim Kriegsdenkmal Le Linge ergaben wir uns unseren grummelnden Bäuchen und griffen auf die mitgebrachten Notvorräte zurück. Was gäben wir nun her für einen feinen Kaffee und französischen Tarte, sagten wir noch.
Bald darauf strahlte uns in Orbey am Strassenrand eine Patissêrie entgegen. Diese erfüllte voll und ganz unsere vorausgegangenen Tagträume. Und gar darüber hinaus…: ein rockig aussehender Kerl, der draussen bei unseren Motorräder von uns ein Foto schoss, entpuppte sich als Motorradmechaniker. Kurzerhand konnte er Barbaras Ständerproblem mit seiner Muskelkraft beheben. Yeah!
Weiter ging's - nun auf der Schnellstrasse - in Richtung Schwarzwald zum Gasthof zurück.

Tag 2:
An diesem Tag der Schwarzwaldtour führte Pumi den Tross an. Die Berggeissen unter uns reihten sich in der Gruppenaufstellung vorne ein. Von den echten sahen wir ebenfalls einige am Wegesrand entlang der Route. Gras schmatzend und mit neugierigen Blicken verfolgten sie den Töffcorso.
Die Fahrt ging kurvig los und bald schon verliess Pumi die breiten Strassen. Auf sich um Höfe schlängelnden Strässchen, vorbei an Obsthainen und Tieren fuhren wir durch Wälder und auf Höhen.
2-3 Strassensperrungen infolge Bauarbeiten schienen Pumis herausgesuchte vielseitig schöne Route vermiesen zu wollen. Nicht aber mit uns Kukis! Traktorfahrer, die ihr Terrain ja inn und auswendig kennen, winkten wir in solchen  Situationen jeweils herbei und nach Beratung setzten wir die Fahrt hinter der Strassenabsperrung fort:-)
Eine weite wunderschöne Moorebene kündete das baldige Ankommen an unserem Etappenziels, der Donau-Quelle an. Ein schöner Ort, dessen Besuch sich lohnt.
Mit vielen wunderbaren Eindrücken und heil kamen wir nach der Rundtour in den Gasthof zurück.

Tag 3:
Erneuten Spass und Zufriedenheit löste auch die wiederum von Pumi zügig geführte Sonntagstour aus. Von der malerischen Landschaft im Schwarzwald, den Weilern sowie Dörfchen und von der Natur bekamen wir wieder einiges zu sehen. Gestern die Traktorfahrer und heute waren es Omas, die uns den Segen gaben, plötzlich auftauchende Sonntagsdurchfahrverbote und Strassensperrungen nicht zu beachten.
Nach der Fahrt durch den südlichen Schwarzwald trafen wir glücklich am Tourenendziel Eglisau im Verlaufe des Nachmittags glücklich ein.

In der Rubrik „Dies&Das“ ist aus den geselligen Tourtagen noch folgendes erwähnenswert:
Was blieb Nadja aus der Schulzeit von der Husi (Kochschule) im Gedächtnis hängen? Beim Bekochen von Gästen soll frau jeweils 10 Minuten ins Zeitbudget einplanen, um Zeit für‘s Lippenschminken zu haben. Diese Empfehlung löste bei uns Heiterkeit aus und die eine oder andere will dies zukünftig praktizieren.
Im Weiteren stellten wir kurzerhand für die Dezemberwahlen eines neuen KuK-Vorstandsmitgliedes, gar als Präsidentin, Gila auf. Wir wünschen ihr für die Wahl viel Erfolg;-)

Ein grosses Dankeschön den Organisatorinnen und Tour Guides, Pumi und Myriam!

Lilo