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Pässe-Weekend 12/13. Juli 2025

Eine Pässe-Tour hatte Judy angeboten. Nein: keine kleine Runde, sondern ordentlich geklotzt wurde: Treffpunkt in Altdorf, dann am 1. Tag hoch über Andermatt zur Oberalp (2046m)  dort ein gemütlicher Stop mit Kaffee & Mandelgebäck – und dann ging’s richtig los. Runter und wieder rauf über den Lukmanier ins Tessin und auf der alten Passstrasse zum San Bernadino.

Während andere unter 30 Grad Hitze stöhnten, genossen wir (also einige, also zwei…) beim Warten auf das Mittagsmenu ein Bad im Grotto am Wasserfall, und den Charme des Pizzaiolos.

Angenehm kühl war die Fahrt dann hoch auf die San Bernardino-Passhöhe, weiter dann zur kühlenden Rofflaschlucht. Schwer beeindruckt waren wir von den Galerien «erbaut von Christian Pitschen-Melchior mit dem Handbohrer in den Wintern 1907-1914» - durch die wir heute noch bis zum Wasserfall und damit unter dem Rhein durch spazierten. Inspiriert war der Auswanderer von den Niagara-Fällen – ist das  nicht super spannende Tourismus-Geschichte!?

Zum Abschluss dann die Fahrt hoch zum Glaspass – dort waren wir im Gasthaus Beverin für die Nacht angemeldet. Für alle ein lässig-schwingendes Kurvenvergnügen! Zeit gab es noch für das obligatorische Stiefelbier und einen botanischen Spaziergang in der herrlichen Natur (schaut’ mal Silkes’ tolle Pflanzen-Fotos an!). Der frühe Morgen lockte (mich zumindest J) hinauf auf den Glasergrad. So eine schöne Gegend, die es sich irgendwann mal mit hiking boots zu erkunden lohnt!

Zu berichten gäb’ es noch einiges: viel Spass hatten wir, haben genüsslich hunderte Spitzen gekehrt (?), uffe und abbe, haben viel gelacht, über Körbchengrössen philosophiert, geschlafen wohl auch irgendwie ein paar Stunden und sind dann mit einem ordentlichen Frühstück am Sonntag Morgen wieder runter nach Thusis. Trotz slow-motion-Kurs war ich recht dankbar über tatkräftige Unterstützung beim Wenden…
 
Weiter dynamisch dann zusammen über den Julier (mit obligatorischer Kaffeepause) und Albula, bis wir – wieder ein von Judy strategisch gesetztes Highlight  (inklusive klaren Anweisungen fürs Foto!) – bei Davos Wiesen über das höchste Viadukt der Räthischen Bahn spazieren und uns beim wunderbar liebevoll betriebenen Bahnhofs-Kiosk mit Spinatwähe und Knopfwurst stärken durften. Und schon gings im Sauseschritt zurück über Klosters nach Landquart. Trotz hohen Juli/Ferienbedingtem Verkehrsaufkommen konnte sich kaum einmal ein anderes Fahrzeug in die kuk-Phalanx reindrängeln! (Ich hab’ wieder was gelehrt. Danke Barbara!)
 
So verging das Wochenende wie im Flug. Unsere wunderbare Tourenguide hatte perfekt Fahrgenuss mit Erholungspausen, kulturellen, hochalpinen und erquicklichen Highlights verbunden!
 
Was bleibt noch zu erwähnen?
Es wird ein neues Traktandum geben beim nächsten Vereins-Treffen: wir müssen DRINGEND über «Schicklichkeit» bei Vereins-Aktivitäten sprechen (ich verweise hier etwa auf das öffentliche Trocknen von Unterwäsche…siehe Foto/Corpus Delikti) 

Sehr schön war’s – heil, glücklich & müde

Michaela